Der KonzertChor Ravensburg singt über Engel

Werke vom Mittelalter bis in die Gegenwart



Engel – für die einen der ganz persönliche himmlische Schutz beim Autofahren oder bei riskanten Ereignissen, für andere liebliche Wesen mit Flügeln als leicht bekleidete Putten oder als Rauschgoldexemplare. Engel überbringen in der Bibel weiß gewandet wichtige Botschaften, bewachen den Eingang zum Paradies oder sind in der Ewigkeit fürs musikalische Programm

zuständig. Jedenfalls sind sie nicht von dieser Welt, nicht körperlich zu fassen – außer die menschlichen „Engel“, die einfach da sind, wenn man sie braucht.

Die Vorstellung von Engeln, auch außerhalb des christlichen Horizonts, inspirierte durch die Jahrhunderte zu Gedichten, Erzählungen und Gebeten. Unterschiedliche Komponisten verwandelten die Texte in Musik. Der KonzertChor Ravensburg präsentiert a cappella eine bunte Auswahl daraus. Ausgehend von einer gregorianischen Antiphon und der sechsstimmigen Spätrenaissance-Motette „Duo seraphim“ von Juan Esquivel spannt sich der geistliche Bogen über den alpenländischen „Engel des Herrn“ bis hin zur berühmten achtstimmigen Chormotette „Denn er hat seinen Engeln befohlen über dir“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Nach einem Ausflug mit „Abendsegen“ in Engelbert Humperdincks Oper Hänsel und Gretel erklingen „Goodnight, My Angel“ von Billi Joel und „Engel“ von Rammstein, gefolgt von Robbie Williams’ „Angels“ als Sopransolo mit Orgelbegleitung. In dieser Besetzung bringen Leila Trenkmann und Komponist Hans Georg Hinderberger an der Orgel auch die Vertonung von Rainer Maria Rilkes „Engelliedern“ erstmals zur Aufführung. Und vielleicht erscheinen am Ende sogar leibhaftige Engel in Gestalt von Enkeln und Kindern der Sängerinnen und Sänger, die mit ihren himmlischen Stimmen den Erwachsenenchor bereichern.


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